Farbourne 's Easy Rider

Farbourne T.Jay
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T.Jay sucht seine Wurfgeschwister. Wer Hinweise geben kann soll sich bitte melden ...more

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Short-Summary

Name:

Farbourne 's Easy Rider T.Jay

Geburtstag / Date of birth:

16.04.2003

Rasse / Race:

Labrador Retriever

Farbe / Colour:

chocolade coloured

Geschlecht / Sex:

Rüde / male

Kastriert / Neutered:

nein / no

Züchter / Breeder:

Anja & Joop Verbeek
Farbourne Labradors
Middelweg 29
3235 NM Rockanje
Niederlande

Krankheit / Disease:

mittlere HD beidseitig, ED beidseitig
douple-sided moderate hip displasia, douple-sided elbow dysplasia

Diagnostiziert / Diagnosis:

September 2003

Durch wen und wie / Who and how:

Dr. Walla Tierklinik am Sandpfad (Wiesloch, nähe Heidelberg)
Abtasten auf Schmerz, Röntgen, Computertomographie (CT)

Befund / Report:

mittlere HD beidseitig, ED (OCD) beidseitig, zusätzlich (Ellbogeninkongruenz, FPC) links
douple-sided moderate hip displasia, douple-sided elbow dysplasia (OCD), in addition elbow inconcruity (FPC) left, reason short radius syndrome.

Krankheitsverlauf / Course of disease:

T.Jay humpelte zeitweise im Trab und man musste genau hinschauen um es zu erkennen. Unsere normale TÄ hat gleich die Empfehlung ausgesprochen einen Spezialisten zu dem Thema zu Rate zu ziehen. Das fand ich ehrlich und symphatisch zugleich, da Sie zugab bei dem Thema Gelenke überfordert zu sein und nicht angefangen hat irgend welche Therapien einzuleiten!

Behandlung / Treatment:

1. OP 18.03.2003
Beidseitig wurde (Osteochondrosis dissecans (OCD)) teilweise gelöste Knorpel-Flaps, arthroskopisch entfernt und die OCD-Wunde entsprechend behandelt, zusätzlich wurde am linken Ellenbogen der abgebrochene Kronenfortsatz (Knochensplitter) entfernt (Fragmentierter Processus coronoideus (FPC)). Links wurde durch das unterschiedliche Längenwachstum von Elle und Speiche eine Stufe im Gelenk festgestellt. Die mit hoher Wahrscheinlichkeit die Ursache für FPC war.
Darüber hinaus musste für die schlechte Hüfte eine Pectinectomie-Operation durchgeführt werden, wo beidseitig der Musculus pectineus entfernt wird. Bei dieser Operation soll die Biomechanik des Gelenkes in soweit verbessert werden, indem durch entfernen des Musculus pectineus der Femurkopf tiefer in die Gelenkpfanne hereinrutscht (die Hüfte ist nach dieser OP, was auch Kontollröntgenaufnahmen zeigen, wesentlich besser geworden und in keinster Weise auffällig).

Leider hörten die Humpelattacken nach der Schonphase nicht auf, auch eine verlängerte Schonphase bis gegen Ende 2003 brachte keinen Erfolg. Das Humpeln war mal weniger mal ganz stark oder überhaupt nicht zu erkennen aber es war vorhanden.

2. OP 09.01.2004
Weiters Kontrollröntgen und Operation am linken Ellenbogen. Dabei wurde festgestellt, dass die Stufenbildung immer noch vorhanden war, obwohl die Wachstumsfugen bereits geschlossen waren, d.h. es hätte sich nie mehr amortisiert. Desweiteren wurde faseriges Knorpelgewebe entnommen, das auch mit Nerven durchzogen war, ein Indiz das noch immer was nicht stimmt in dem Gelenk, sonst kommt es nicht zu der Bildung eines solchen Gewebes. Der Kronenfortsatz war wieder nachgewachsen und wurde geglättet.

3. OP 30.01.2004
Operation zur Längenangleichung zwischen Elle und Speiche. Der Termin war bewusst sehr kurzfristig zu der vorangegangenen OP gewählt, da sich dieses pseudo Gewebe sehr schnell nachbildet und es den Heilungsprozess deutlich behindert wenn nicht sogar völlig unterbindet. Bei T.Jay musste die Speiche verlängert werden, diese war im Gegensatz zur Elle einfach zu Kurz. Die Stufenbildung im Gelenk betrug ca. 1,3 mm. Als erstes wird der Radius (Speiche) im 45 Gradwinkel durchtrennt, anschließend wird mit einer speziellen Zange die Speiche durch das Zusammendrücken auf die fehlende Länge gebracht. Das Ganze wird dann über eine kleine Metallplatte fixiert, um auch die nötige Stabilität zu gewährleisten (So wie auch bei Menschen mit komplizierten Brüchen verfahren wird). Nach einiger Zeit wächst der Knochen wieder richtig zusammen, so dass die kleine Metallplatte wieder entfernt werden kann.

Postoperativ / Postoperative:

War wieder Schonen angesagt, leider aber in einer extremsten Form. Mit hilfe von Sedalin haben wir T.Jay für ca. 3 Wochen ausser Gefecht gesetzt, zusätzlich bekam er Rimadyl gegen die Schmerzen (war nach allen OP's so). Danach haben wir mit Physiotherapie angefangen (Unterwasserlaufband und Massage)

Fazit / Conclusion:

Mit der Längenangleichungs-Operation zwischen Elle und Speiche in Verbindung mit einer Physiotherapie konnten wir die Gelenksproblematik von T.Jay soweit in den Griff bekommen, dass er zur Zeit keinerlei Symptome zeigt. Er macht grosse Spaziergänge tobt mit seinen Artgenossen und darf endlich richtig Hund sein.

Wollen wir hoffen das es so bleibt......?

Jetzt im Herbst (2004) muss noch die Platte entfernt werden, dann sind wieder zwei Wochen Schonung angesagt aber das ist ja Peanuts für geübte Schoner!

Nachtrag: Die Platte wurde auf Anraten des TA nicht entfernt!

Medikation / Medication:

Seit der ersten Humpelattacke bekommt T.Jay Canosan. Seit dem 11.11.2004 bekommt T.Jay Caniviton als Futterzusatz auf Empfehlung des TA.

Nachkontrolle / Addition checkup:

Wir hatten am 11.11.2004 einen Termin mit T.Jay in der Tierklinik in Wiesloch zur kompletten Nachuntersuchung und evtl. Entfernung der Platte. Dr. Walla ließ sich das Gangbild im Schritt und im Trab vorführen, er untersuchte die Beweglichkeit beider Ellenbogen (Dehnen und Strecken und welche Winkel dabei erreicht werden), zusätzlich wurde die Schmerzempfindlichkeit überprüft. Bei T.Jay konnte bei diesen Untersuchungen keinerlei Auffälligkeiten festgestellt werden und uns viel schon der erste Stein vom Herzen!!!
Danach wurden mehrere Röntgenbilder aus verschiedenen Positionen beider Ellenbogen angefertigt, zum Glück war T.Jay ganz tapfer, so dass wir ohne Narkose auskamen. Das Ergebnis der Röntgenaufnahmen war ebenfalls positiv: Am rechten Ellenbogen waren überhaupt keine Veränderungen zu erkennen und am linken Ellenbogen nur geringfügige Arthrosebildung. Der Linke war ja auch die Seite wo die Längenangleichung am 30.01.2004 durchgeführt werden musste. Nach dieser OP hat es ja fast bis Mai gedauert, bis T.Jay ohne Humpeln wieder richtig laufen konnte. Dr. Walla nimmt an, dass die geringfügige Arthrosebildung in dieser Zeit durch die Schonung und die damit einhergehende Fehlbelastung entstanden ist. Um dennoch nicht zu versäumen gegen die Arthrose entsprechende Massnahmen zu ergreifen, hat T.Jay heute eine Injektion mit Hyaluronsaeure bekommen (nicht in das Gelenk) und in zwei Wochen bekommt er noch eine Injektion von der normalen TÄ. Darüber hinaus sollen wir von Canosan auf Caniviton als Futterzusatz umstellen. Auf Anraten von Dr. Walla haben wir die Platte nicht entfernen lassen, diese war im röntgentechnologischen Befund völlig in Ordnung und nach seinen Angaben besteht keine Notwendigkeit diese zu entfernen. Allerdings soll man das jährlich überprüfen lassen, aber das Gleiche gilt ja für die Arthrosenüberprüfung, von da her kein Problem.

Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen, wie erleichtert wir über dieses Ergebnis sind. Ich war vor diesem Termin ziehmlich nervöus und angespannt, habe schlecht geschlafen und dann fällt alles von einem ab, ein schönes und unbeschreibliches Gefühl! Die langen Monate der Therapie mit vielen Sorgen und Entbehrungen haben sich gelohnt....T.JAY IST HUMPELFREI....und das wurde medizinisch untermauert!!!

Status February 2007:

Nach wie vor ist bei T.Jay alles noch im grünen Bereich. Er hat keinerlei Probleme mit den Ellenbogen oder der Hüfte. Sofern sich an dieser Situation etwas ändern sollte, wird es hier auf der Seite entsprechend kommuniziert.

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