Farbourne 's Easy Rider

  
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Hip Dysplasia (HD)
ANSWERS
  1. Was versteht man unter Hüftgelenksdysplasie (HD)?
    Unter einer Hüftgelenkdysplasie versteht man eine Fehlbildung der Hüftgelenke. D.h. dass Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne nicht korrekt aufeinander passen. Die Fehlbildung tritt meistens beidseitig auf und kann unterschiedlich ausgeprägt sein. Weil in einem dysplastischen Hüftgelenk nicht alle Teile gleichmäßig beansprucht werden, kann es zu entzündlichen und degenerativen Veränderungen kommen.
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  2. Worin liegt die Ursache von HD?
    Die Entwicklung der Hüftgelenke wird hauptsächlich durch zwei Faktoren beeinflusst: durch die Erbanlage und die Ernährung. Bei der HD handelt es sich um eine sog. Additive Vererbung, bei der ein Merkmal um so stärker auftritt, je mehr Gene für diese Eigenschaft vorhanden sind, sich also addieren. Auch gesunde Tiere können defekte Gene tragen, die nur knapp unter dem Schwellenwert liegen. Bei einem Hund mit der Veranlagung zu HD ist es möglich, durch eine kalorienmäßig zurückhaltende und ausgewogene Ernährung das Ausmaß der Krankheit zu mildern. Es ist erwiesen, dass Hunde die langsam wachsen, weniger schwer an HD erkranken als ihre schnell wachsenden schwereren Wurfgeschwister. Als häufigste Ernährungsfehler sind falsche Calcium/Phosphorverhältnisse und zu hohe Eiweißanteile zu nennen. Eine weitere Ursache kann die Überforderung eines Welpen durch kilometerlange Spaziergänge, übermäßiges springen und überklettern von Hindernissen oder durch das Laufen am Fahrrad sein.
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  3. Was ist die Pectineus-Muskel-Durchtrennung?
    Nach Durchtrennung des verkrampften Muskels kann durch die Schmerzausschaltung (Nervenschnitt) ein lebenswertes Altwerden ermöglicht werden. Wie bei der Denervation handelt es sich aber hier um eine rein symptomatische OP, das heißt, die Ursache bleibt weiterhin bestehen. Auch die Stabilität des Gelenks wird nicht verbessert (die OP wurde bei T.Jay im Alter von 5 Monaten gemacht, die Stabilität und die Mechnik der Hüfte haben sich bei ihm wesentlich verbessert und sind in keinster Weise auffällig, dies konnte auch durch die durchgeführten Kontrollröntgenaufnahmen untermauert werden) des so dass die Sekundärarthrose trotz klinischer Besserung unvermindert fortschreitet. Als Nachteil der Durchtrennung des Pectineus-Muskels wird das Wiederzusammenwachsen der durchtrennten Muskel- und Sehnenenden genannt (wurde bei T.Jay komplett entfernt und nicht nur durchtrennt), was zum erneuten Auftreten der Beschwerden innerhalb von 3-4 Monaten führt. Wie lange die Beschwerdefreiheit andauert ist je nach Einzelfall verschieden. Langzeitstudien über diese Methode liegen nicht vor. Quelle: TA Ralf Schweda
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  4. Was ist die Goldakkupunktur / Goldimplantation?
    Die Goldimplantation ist eine nebenwirkungsfreie und sehr schonende Methode nach den Akupunkturprinzipien. An den tiefen Akupunkturpunkten des betroffenen Gelenkes werden kleine Goldstückchen eingesetzt, die dann im Röntgenbild wie ein Sternenkranz aussehen. Einige Hunde laufen nach dieser „Goldakupunktur“ wieder absolut schmerzfrei. Ganz wichtig ist hier die ganzheitliche Betrachtung des Hundepatienten. Es ist nicht sinnvoll nur den betroffenen Bereich zu therapieren, man sollte bestrebt sein, alle Problemzonen zu erkennen und auch zu behandeln um optimale Erfolge erzielen zu können. Um die Wirkung der Goldimplantate noch zu verstärken, wird auch an anderen Stellen des Bewegungsapparates Gold eingesetzt. Dadurch wird das Gewebe gelockert, die Durchblutung gesteigert und die Schmerzleitung gehemmt. Der Eingriff ist einmalig und wirkt ein Hundeleben lang. Quelle: TA Ralf Schweda
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  5. Was ist die Denervation?
    Hierbei wird die arthrotische Hüftpfanne mitsamt ihrer Kapsel so weit ausgefräst, dass auch alle Nerven (die ja die Schmerzempfindung ausmachen) mit zerstört werden. Auch außen am Gelenk werden alle Nerven gekappt. Der Hund hat nach der Operation immer noch schwere Arthrosen, das Gelenk funktioniert nach wie vor nicht richtig, aber er hat keine Schmerzen mehr. Die Denervierungs-OP ist bei einer relativ geringen Belastung des Hundes an beiden Hüftgelenken in einer OP durchführbar. Die Hunde können meist noch am Tage des Eingriffs nach Hause entlassen werden. Als potentielle postoperative Komplikation wird das Wiederzusammenwachsen der Nervenenden mit erneut auftretenden Schmerzen genannt. Dies ist jedoch, wenn man die Langzeiterfolge dieser Methode betrachtet, eher die Ausnahme. Oft wird die Denervation noch mit der Durchtrennung des Pectineus-Muskels kombiniert und ermöglicht auch später noch die Durchführung anderer OP-Methoden wie z.B. ein neues Hüftgelenk, Entfernung des Hüftkopfes oder die Goldimplantation.Quelle: TA Ralf Schweda
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  6. Was ist die Femurkopfresektion?
    Das Ziel der Femurkopfresektion (Oberschenkelkopf-Entfernung) besteht in der Beseitigung des Knochenkontaktes und damit des Gelenkschmerzes bei HD-kranken Hunden. Der obere Teil des Oberschenkelknochens wird operativ entfernt. Der Hund kann meist 1 Tag nach der OP entlassen werden. Der Resektion des Femurkopfes und -halses folgt die Ausbildung eines fibrösen, falschen Gelenks zwischen Femurstumpf und dem Bereich des Beckens. Das Narbengewebe des falsch-fibrösen Gelenks trägt zusammen mit den Muskeln den entsprechenden Anteil des Körpergewichtes des Hundes. Um ein stabiles Narbengewebe und damit eine ausreichende Beweglichkeit zu erhalten, sind frühzeitige physiotherapeutische Maßnahmen erforderlich. Die aktiven und passiven Kräftigungsübungen sind für ein zufriedenstellendes Ergebnis maßgebend, wobei die Beweglichkeit des „falschen Gelenks“ eingeschränkt bleibt und diese auch nicht forciert werden darf. Die Femurkopfresektion wird oft als Rettungsoperation in schweren HD-Fällen gesehen. Diese Operation ist irreversibel und sollte als letzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden, da z.B. der Einsatz einer künstlichen Hüfte nach erfolgter unbefriedigender Femurkopfresektion nur noch schwer möglich ist. Andersherum ist es jedoch gut möglich, nach dem Einsatz einer künstlichen Hüfte noch die Femurkopfresektion durchzuführen. Sie sollte nicht in Betracht gezogen werden, wenn gelenkerhaltende Maßnahmen noch Aussicht auf Erfolg haben. Der Eingriff wird vornehmlich für leichtere bzw. kleinere Hunde empfohlen (maximal 15 kg Körpergewicht), da bei größeren Hunden die OP die Instabilität der Hüfte vergrößert und ihre Fähigkeit zur biomechanischen Kraftübertragung zerstört. Die Femurkopfresektion schränkt i.d.R. die Beweglichkeit des Hüftgelenks ein und verändert das Gangbild (steifer Gang).
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  7. Wie ist das mit der künstlichen Hüfte?
    Hüftgeleks - Endoprothese. Sie besteht aus einer Pfanne aus Kunststoff, die in das Becken eingesetztwird, und einem neuen Oberschenkelkopf nebst Hals aus Metall. Der alte, unbrauchbare Kopf wird abgesägt, der Oberschenkel aufgebohrt und der Metallschaft eingesetzt. Nach der Operation könnte der Hund zwar sofort wieder ohne Schmerzen laufen, die neue Hüfte muss aber erst in den Knochen einheilen. Deshalb ist ein Klinikaufenthalt mit strikter Käfigruhe von mindestens einer Woche unumgänglich. Zu den wichtigsten möglichen Komplikationen zählt die Luxation (Auskugelung) des Prothesenkopfes, die sich meist innerhalb der ersten vier Wochen nach der OP zeigt. Die Risiken der Hüftendoprothese liegen zum einen in einer Knocheninfektion durch Keime und zum anderen in der Pfannen- und /oder Schaftlockerung. In beiden Fällen muss die Prothese wieder entfernt werden, wobei zu beachten ist, dass eine erneute Implantation nicht mehr möglich ist. Trotz dieser Risiken bietet die Totalendoprothese aufgrund einer hohen Erfolgsquote für Hunde mit ausgeprägter HD eine vielversprechende Prognose, was auch durch Langzeitstudien belegt ist. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass diese OP auch die aufwendigste, risikoreichste und teuerste aller erläuterten Maßnahmen ist. Quelle: TA Ralf Schweda
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  8. Was bewirken Knorpelschützende Extrakte?
    Durch die Verabreichung von knorpelschützenden Präparaten (chondroprotektive Medikamente) wird der Knorpelstoffwechsel des arthrotischen HD-Gelenks gefördert. Als Wirkstoff kommt Glykosaminsulfat (Handelsname z.B. Luposan, Canosan) zum Einsatz. Dies soll die Bildung der wasserbindenden Glykosaminoglykane (Bestandteil der Knorpelgrundsubstanz) unterstützen, um die Druckelastizität des Knorpels durch die Zunahme des Wassergehalts zu erhöhen. Da das Präparatnebenwirkungsfrei ist, eignet es sich hervorragend zur Dauer- oder Langzeitbehandlung. Bei entsprechender Disposition empfiehlt sich eine möglichst frühzeitige Behandlung. Quelle: TA Ralf Schweda
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