Farbourne 's Easy Rider

  
Our Story
News
Faq
Contact
Activity Tips
Pedigree
Gallery
Hd/Ed
Links
Guestbook

Frequently Asked Questions

Weitere Fragen können über die Dialog-Page gepostet werden!
You can post further questions over the Dialog-Page!

Elbow Dysplasia (ED)
ANSWERS
  1. Was versteht man unter Ellenbogendysplasie (ED)?
    Die Bezeichnung Ellbogengelenksdysplasie fasst vier verschiedene Erkrankungen, die aufgrund von Entwicklungsstörungen zu Veränderungen und Mißbildungen des Ellbogengelenkes führen, unter einem Begriff zusammen: -Isolierter Processus anconeus (IPA) -Osteochondrosis dissecans (OCD) -Fragmentierter Processus coronoideus (FPC) -Ellbogeninkongruenz Besonders betroffen sind große und sehr große Rassen (Labrador, Rottweiler, Golden Retriever, Deutscher Schäferhund, Chow Chow), wobei die Symptome meist im Alter von 4 bis 10 Monaten beginnen.
    [Back to top]
  2. Was ist die Ursache für ED?
    Zu 70-80 Prozent ist ED genetisch bedingt aber auch zu energiereiches Futter, starkes Wachstum, rasche Gewichtszunahme und Überlastung spielen bei der Entwicklung der Erkrankung eine wichtige Rolle. Daher sollte auf eine gute Zucht (keine Zucht mit betroffenen Tieren und Tieren, die erkrankte Welpen geboren haben), sowie adäquate Ernährung, Gewichtskontrolle und angemessene Bewegung geachtet werden.
    [Back to top]
  3. Welche Symptome zeigt der Hund bei ED?
    Bei der klinischen Untersuchung lassen sich je nach Erkrankung folgende Befunde erheben: Tiere sind meist 4-6 Monate alt, zeigen nach außen gestellte Ellenbogen und Schmerzen bei Beugung- und Streckung des Ellbogens, Schmerz bei Drehbewegungen im leicht gebeugten Zustand, Reibegeräusche (Krepitation) und einen Gelenkserguß. Häufig lahmen die Tiere nicht ständig, sondern nur in bestimmten Phasen. Bei Fortschreiten des Prozesses der Osteoarthrose werden die klinischen Symptome chronisch, d.h. die Tiere liegen viel und zeigen andauernde Lahmheit. Es kommt zu Knochenzubildungen (Osteophyten) und Arthrosen. Junge Hunde, die lahm gehen, sollten bald sorgfältig untersucht werden, um die Ursache herauszufinden. Man sollte sich davor hüten, solche Lahmheiten als "Wachstumsschmerz" abzutun. Auch Bemerkungen, daß bei bestimmten Rasen schon mal bei jungen Hunden Lahmheiten auftreten, die dann bald wieder verschwinden, sind wenig hilfreich. Die Erkrankungen zeigen oft schmerzfreie Intervalle, was die Diagnosestellung erheblich verzögert und damit die Behandlungsmöglichkeiten einschränken kann.
    [Back to top]
  4. Wie kann eine sichere Diagnose gestellt werden?
    Die Vorstellung erkrankter Tiere beim Tierarzt erfolgt erst, wenn durch Schmerzen bedingte Lahmheiten auftreten. Zu diesem Zeitpunkt kann die ursächliche Erkrankung, wie schon erwähnt, schon einige Zeit bestehen. Geringgradige Lahmheiten werden vom Besitzer oft nicht erkannt. Besonders schwierig wird dies, wenn beide Gliedmaßen erkrankt sind. Das hat zur Folge, daß die Erkrankungen bei der Diagnosestellung oft schon weit fortgeschritten sind, was die Behandlungsmöglichkeiten und die Behandlungserfolge erheblich beeinträchtigt. Bei der klinischen Untersuchung lässt sich der Sitz der Lahmheitsursache zwar in der Regel auf das Ellbogengelenk festlegen, aber endgültige Diagnose kann man aber meist nicht stellen. Einen großen Anteil an der Diagnostik hat die Röntgenuntersuchung. Dabei lässt sich der IPA einfach und sicher auf einer seitlichen Aufnahme des Ellbogengelenkes erkennen. Wesentlich schwieriger ist dies bei der OCD und besonders beim FCP. Es müssen Röntgenaufnahmen in verschiedenen Projektionen angefertigt werden. Wegen der unterschiedlichen Lage und Form der Fragmente beim FCP lässt sich diese Erkrankung häufig gar nicht direkt röntgenologisch nachweisen. Aufgrund der klinischen Befunde und der röntgenologisch sichtbaren sekundären arthritischen Veränderungen wird eine Verdachtsdiagnose erhoben. Die endgültige Diagnose kann dann erst nach der operativen Eröffnung des Gelenkes gestellt werden.
    [Back to top]
  5. Was bedeutet Ellbogeninkongruenz?
    Durch Fehlentwicklung und Wachstumsstörungen kommt es zu einer Asynchronität im Wachstum von Radius und Ulna und somit zu einer Inkongruenz (Stufenbildung) des Gelenkes mit stärkerer Arthrosenbildung. Durch Fehlbelastung kann daraus ein fragmentierter Processus coronoideus (FPC) resultieren. Neben Bewegungseinschränkung ist eine Längenkorrektur und Angleichung beider Knochen durch einen chirurgischen Eingriff wichtig.
    [Back to top]
  6. Was bedeutet Osteochondrosis Dissecans (OCD)?
    Diese nicht- entzündliche Gelenkserkrankung tritt insbesondere im Bereich der Schultergelenke, der Ellbogen, sowie der Knie- und Sprunggelenke auf. Es handelt sich dabei um einen Defekt der Knorpelschicht, der infolge unzureichender Versorgung bestimmter Bereiche des Gelenkknorpels entsteht. Dort löst sich der Knorpel von seiner knöchernen Unterlage und bildet einen sogenannten Flap, der sich auch völlig lösen kann und als Gelenkmaus (Chip) frei im Gelenk flotiert. Solche Knorpelschuppen führen je nach Lage zu unterschiedlich starker Lahmheit. Betroffen sind meist jüngere Tiere großer Rassen, die Lahmheit kann ein- oder beidseitig auftreten. Mittels Röntgenaufnahmen und Arthroskopie kann die endgültige Diagnose gestellt werden. Leichte Formen lassen sich durch strikte Bewegungseinschränkung und entzündungshemmende Medikamente behandeln, in anderen Fällen und falls bereits Fragmente im Gelenk flotieren, ist eine Arthroskopie oder ein chirurgischer Eingriff notwendig, um die Fragmente aus dem Gelenk zu entfernen.
    [Back to top]
  7. Was bedeutet Fragmentierter Processus coronoideus (FPC)?
    An der Innenseite des Ellenbogengelenks liegt ein Fortsatz (auch Kronenfortsatz genannt), der als Processus coronoideus bezeichnet wird. Durch Wachstumsstörungen und stärkerer Belastung kann dieser Fortsatz frakturieren und zu Lahmheiten führen. Das Fragment muss dann arthroskopisch oder chirurgisch entfernt werden.
    [Back to top]
  8. Was bedeutet Isolierter Processus anconeus (IPA)?
    Bestimmte Knochenabschnitte, wie der Processus anconaus (der stärkste Knochenvorsprung des Ellenbogengelenks), sind mit der Geburt nicht knöchern mit dem Ulnaschaft verbunden, sondern entwickeln erst nach einigen Monaten Wachstum eine knöcherne Verbindung. Unterbleibt diese nach 5 Monaten spricht man vom isolierten Processus anconeus. Ein chirurgischer Eingriff ist zur Entfernung des Proc. anconeus, bzw. Korrektur nötig.
    [Back to top]
  9. Welche Abstufungen gibt es bei der ED (Gradeinteilung)?
    # Grad 0: keine Arthrose, normales Gelenk # Grad 1: weniger als 2 mm hohe Zubildungen irgendwo am Gelenk (leichte Arthrose), und/oder Knochensklerose der Incisura trochlearis und/oder deutliche Stufe zwischen Radius und Ulna # Grad 2: 2 bis 5 mm hohe Zubildungen irgendwo am Gelenk (mittlere Arthrose) # Grad 3: mehr als 5 mm hohe Zubildungen (schwere Arthrose), eindeutiger Nachweis einer Primärläsion wie LPA, FPCM oder einer OCD. In Deutschland führt der Nachweis einer Primärläsion mindestens zu ED Grad 2. Gemäss IEWG wird ausschliesslich der Schweregrad der Arthrose als Grad-Kriterium verwendet, der Nachweis einer Primärläsion wird gesondert auf dem Zertifikat vermerkt.
    [Back to top]
Jump to:
Powered by ODFaq v2.1.0

 

transparent